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Häufig gestellte Fragen rund ums Thema Baukredite:
1. Ich möchte ein Haus kaufen, verfüge aber nur über wenig Eigenkapital. Kann ich trotzdem kaufen?
Ganz ohne Eigenkapital ist das Risiko zu groß. Sie sollten auf jeden Fall alle Recourcen nutzen, Eigenkapital nachzuweisen. Daher sollte man auch familieninterne Kapitalquellen nutzen, wie z.B. eine vorzeitige Erbauszahlung oder ein Elterndarlehen. Empfehlenswert sind mdst. 20 Prozent Eigenkapital. Dabei gehört, wenigstens zum Teil, auch die geplante Eigenleistung die den notwendigen Baukredit entlasten.
2. Soll ich auf jeden Fall den Baukredit mit den niedrigsten Zinsen wählen?
Günstige Zinsen sind nur ein Kriterium bei der Auswahl des Hypothekengebers. Vor allem jedoch muss die Form des Baukredits auf Ihre persönlichen Verhältnisse zugeschnitten sein. Ein billiger Kredit kann teuer werden, wenn z.B. die Zinsbindungsfristen unüberlegt terminiert werden. Es kann sogar günstiger sein eine, höhere Zinsbelastung in Kauf zu nehmen und dafür, z.B. in Form eines Forward-Darlehens, auch nach Ende der Zinsbindungsfrist weiter günstige Zinsen zu zahlen, obwohl der künftige Marktzins u.U. deutlich höher liegt.
3. Wie lange ist eine Bank an ihr Zins-Angebot für einen Baukredit gebunden?
Ein Angebot enthält in aller Regel einen Offenhaltungsvermerk, der besagt, dass immer nur der Zinssatz zum Zuge kommt, der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig ist.
4. Sind langfristige Zinsbindungen zu empfehlen?
Ist der Zinssatz zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ganz besonders niedrig, sollte man sich sicherlich langfristig, z.B. für 15 Jahre diesen Zinsvorteil sichern. Sind die Zinsen bereits auf einem höheren Niveau und weitere Zinserhöhungen zu erwarten, sollte man den Kredit teilen, z.B. die Hälfte auf 10 Jahre, die andere Hälfte des Darlehens nur auf 5 Jahre. Bei besonders hohem Zinsniveau empfiehlt es sich, nur kurzfristige Zinsbindungsfristen zu akzeptieren.
5. Was bedeutet die 2. Hypothek
Die zweite Hypothek wird, wie der Name schon sagt, im Grundbuch an zweiter Stelle als Sicherheit für einen Kreditgeber eingetragen. Den geringeren Beleihungswert dieser zweitstelligen Hypothek gleichen vielfach Bausparkassen durch schnellere Rückführung des Baukredits aus.
6. Kann ich einen Baukredit kündigen, wenn anderswo die Zinsen niedriger sind?
Innerhalb der Zinsbindungsfristen (Laufzeit des Kreditvertrages) ist eine Kündigung nur durch Umschuldung möglich. Eine solche Maßnahme lassen sich Kreditinstitute teuer bezahlen. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes dürfen heute Vorfälligkeitsentschädigungen bis zu hundert Prozent höher sein als noch vor der Entscheidung des höchsten deutschen Gerichts. Eine vorzeitige Kündigung kann nur erfolgen, wenn Ablehnung von Seiten des Kreditgebers „unbillig“ wäre, wie z.B. ein Hausverkauf bei Scheidung oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers. Hier werden nur Entschädigungen fällig, die angemessen sind. Zu hohe Entschädigungsforderungen können angefochten werden. |
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